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SaaS-Backup und Cyber-Resilience: HYCU, Keepit, Rubrik und Druva im Vergleich

HYCU, Keepit, Rubrik und Druva schützen Geschäftsdaten über mehrere SaaS-, Cloud- und Hybrid-Workloads hinweg. Sie sind deshalb nicht einfach mit einem Laptop-Backup oder einem klassischen Endpoint-Security-Produkt gleichzusetzen. Dieser Vergleich ordnet die Anbieter nach geschützten Workloads, Wiederherstellung, Datenresilienz, Administration und Preisbasis ein. Er ist eine redaktionelle Vorauswahl und kein eigener Praxistest.

Von Project Atlas Redaktion · Lesezeit: 6 Minuten · Zuletzt fachlich geprüft: 29.10.2026
Hinweis: Die Angaben beruhen auf offiziellen Produkt-, Preis-, Dokumentations- und Trust-Center-Seiten der Anbieter, zuletzt geprüft am 29.10.2026. Project Atlas hat keine produktive Umgebung eingerichtet und keine Wiederherstellung, Failover-Zeit oder Supportleistung selbst getestet. Preise, Module, Datenregionen und Vertragsbedingungen müssen vor einem Einsatz im konkreten Angebot geprüft werden. Für diese vier Anbieter ist in Atlas kein Partnerlink hinterlegt.

Kurzantwort

Keepit passt eher, wenn Microsoft 365, Google Workspace oder andere SaaS-Daten unabhängig vom ursprünglichen Anbieter gesichert werden sollen und eine auswählbare Datenregion wichtig ist. HYCU passt eher, wenn SaaS-, Hybrid- und Cloud-Workloads in einer breiteren Datenplattform zusammengeführt werden sollen. Rubrik und Druva richten sich stärker an Unternehmen mit formalen Anforderungen an Cyber-Resilience, unveränderbare Backups, Identitätswiederherstellung und heterogene Workloads.

Einen allgemeinen Testsieger gibt es nicht. Ein SaaS-Backup ersetzt kein Endpoint-Backup, kein EDR und nicht automatisch eine vollständige Disaster-Recovery-Strategie. Entscheidend ist zuerst, welche Daten und Systeme tatsächlich geschützt werden sollen.

Aufgabenspezifische Fakten für SaaS-Backup und Cyber-Resilience

Die vier Anbieter schützen SaaS- und Cloud-Workloads, aber nicht mit identischem Umfang. SaaS-Backup, Endpoint-Backup und vollständige Disaster Recovery werden deshalb ausdrücklich getrennt bewertet. Quellenstand: 2026.10.29

KriteriumHYCU R-CloudHYCUStand: 29.10.2026 · BasisquelleKeepitKeepitStand: 29.10.2026 · BasisquelleRubrik Security CloudRubrikStand: 29.10.2026 · BasisquelleDruva Data Resiliency CloudDruvaStand: 29.10.2026 · Basisquelle
Geschützte WorkloadsHYCU nennt SaaS-Anwendungen, Hybrid- und Cloud-Infrastruktur sowie Datenbanken und Plattformdienste. Die konkrete Abdeckung hängt von Workload und Produktlinie ab.Keepit nennt Microsoft 365, Google Workspace, Entra ID, Salesforce, Jira, Confluence, Zendesk und weitere SaaS-Anwendungen. Connector-Abdeckung und Sonderfälle unterscheiden sich je Anwendung.Rubrik beschreibt Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, Jira, Power Platform sowie Cloud- und Hybrid-Workloads. Identitätsresilienz für Entra ID, Active Directory und Okta wird separat hervorgehoben.Druva nennt SaaS-Anwendungen, Endpoints, Rechenzentren und Public-Cloud-Workloads, darunter Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, Entra ID, VMware, Hyper-V, AWS und Azure.
Wiederherstellung und AufbewahrungFür Microsoft 365 werden granulare Wiederherstellungen beschrieben. Aufbewahrung, Recovery-Ziele, Versionen und Wiederherstellungsbedingungen müssen je Workload und Plan geprüft werden.Keepit beschreibt Aufbewahrung von bis zu fünf beziehungsweise zehn Jahren, Suche, Vorschau, Datenexport und Wiederherstellung auf Anwendungsebene. Die konkrete Abdeckung einzelner Objekte muss je Connector geprüft werden.Rubrik nennt granulare Wiederherstellung, unveränderbare Sicherungskopien und die Priorisierung kritischer Geschäftsabläufe. Konkrete RPO-/RTO-Werte und Workload-Grenzen sind nicht allgemein übertragbar.Druva beschreibt Backup, Wiederherstellung, Archivierung und Cloud-Disaster-Recovery. Für bestimmte DR-Szenarien wird eine AWS-Zielumgebung benötigt; Datenübertragung und AWS-Kosten müssen separat geprüft werden.
Resilienz und AdministrationHYCU beschreibt Backup & Recovery, Enterprise Resilience und Unified Resilience sowie unveränderbare beziehungsweise WORM-orientierte Schutzmechanismen. Der konkrete Modulumfang ist offen zu bestätigen.Genannt werden SSO, MFA, Rollen, Audit-Logs, Backup-Redundanz und unveränderbare Speichertechnologie. Diese Anbieterangaben sind keine unabhängige Zertifizierung.Die Plattform verbindet Daten-, Identitäts- und SaaS-Resilienz sowie zentrale Richtlinien. Edition, Produktlinie und konfigurierte Workload bestimmen den tatsächlichen Umfang.Die Plattform wird als cloudbasierte, air-gapped und unveränderbare Datenresilienz mit Backup, Recovery und Governance beschrieben. Das sind Anbieterangaben, keine unabhängige Wirksamkeitsprüfung.
Preis- und LizenzbasisDie aktuelle Preisseite nennt Microsoft-365-SaaS-Backup mit 2,25 USD pro Nutzer und Monat als Orientierung. Hybrid- und Cloud-Workloads, andere SaaS-Anwendungen, Speicher und Zusatzmodule benötigen ein individuelles Angebot.Core Continuity, Business Resilience und Enterprise Resilience werden als Service-Stufen beschrieben. Preis, Nutzer-/Anwendungszahl, Add-ons, Aufbewahrung und Support müssen angefragt werden.Für den geprüften Enterprise- und SaaS-Umfang ist keine allgemein übertragbare Listenpreiszahl ausgewiesen. Workload, Nutzer, Speicher, Edition und Vertragsform müssen angefragt werden.Druva nennt einzelne Workloads, eine SaaS Universal License und ein Essentials Pack. Lizenzbasis, Nutzer-/Workloadzahl, Speicher, Edition und Zusatzmodule müssen für die Umgebung kalkuliert werden.
Datenregion und offene PunkteSpeicherziel, Datenregion, DPA/AVV, Unterauftragnehmer, Supportzugriffe und Aufbewahrung müssen für die konkrete Workload-Kombination geprüft werden.Keepit nennt auswählbare Regionen einschließlich EU-DE und EU-DK. Support-, Unterauftragnehmer- und sonstige Verarbeitungswege bleiben für den konkreten Vertrag zu prüfen.Rubrik beschreibt Cloud-Sicherheitskontrollen und Verschlüsselung. Eine pauschale EU-only-Verarbeitung aller Workloads, Supportprozesse und Unterauftragnehmer ist daraus nicht abzuleiten.Cloud-native Architektur und Air-Gap-Angaben ersetzen keine Prüfung von Datenregion, DPA/AVV, Unterauftragnehmern, Aufbewahrung und Supportzugriffen.
HYCU R-Cloud: HYCU: Preise und Workload-ÜbersichtHYCU R-Cloud: HYCU: Microsoft-365-BackupKeepit: Keepit: Preise und Service-StufenKeepit: Keepit: Microsoft-365-Backup und RegionenKeepit: Keepit: Google-Workspace-AbdeckungRubrik Security Cloud: Rubrik: SaaS Data ProtectionRubrik Security Cloud: Rubrik: Cloud Data ProtectionRubrik Security Cloud: Rubrik: Trust CenterDruva Data Resiliency Cloud: Druva: Data Resiliency CloudDruva Data Resiliency Cloud: Druva: Preis- und LizenzmodelleDruva Data Resiliency Cloud: Druva: Disaster-Recovery-FAQ

Vergleich auf einen Blick

Die wichtigsten Kriterien stehen bei allen Anbietern an derselben Stelle.

4 Lösungen
KriteriumHYCU R-CloudHYCUStand: 29.10.2026 · BasisquelleKeepitKeepitStand: 29.10.2026 · BasisquelleRubrik Security CloudRubrikStand: 29.10.2026 · BasisquelleDruva Data Resiliency CloudDruvaStand: 29.10.2026 · Basisquelle
Preis & AbrechnungMicrosoft-365-SaaS-Backup ab 2,25 USD/Nutzer/Monat; weitere Workloads und Modelle auf AnfrageDie aktuelle HYCU-Preisseite nennt für Microsoft 365 2,25 USD pro Nutzer und Monat als öffentliche Orientierung. Andere SaaS-, Hybrid-, Cloud- und Datenbank-Workloads werden je nach Anwendung, Nutzer-/Workloadzahl, Speicher, Region und Vertragsform individuell kalkuliert.Preis auf Anfrage; Tarifstufen nach Service und ResilienzumfangKeepit nennt Core Continuity, Business Resilience und Enterprise Resilience. Preis, Anwendung, Nutzerzahl, Aufbewahrung, Add-ons und Supportstufe müssen im Angebot bestätigt werden.Preis auf Anfrage; Lizenzmodell und Workloadumfang erforderlichRubrik veröffentlicht für den geprüften Enterprise- und SaaS-Umfang keine allgemein übertragbare Listenpreiszahl. Workload, Nutzer, Speicher, Edition und Vertragsform müssen angefragt werden.Workload- und Paketpreise; konkrete Edition und Menge prüfenDruva beschreibt individuelle Workload-Pläne, eine SaaS Universal License und ein Essentials Pack. Lizenzmodell, Nutzer-/Workloadzahl, Speicher und Zusatzleistungen müssen für die Umgebung bestätigt werden.
Kostenlos testenKostenlose Test- oder Startoptionen je Produkt prüfen; keine einheitliche Testdauer als allgemeine Produktangabe übernehmenKeine einheitliche allgemeine Testdauer in der geprüften Preisdarstellung verifiziertKeine allgemeine Testdauer als Produktangabe verifiziertKostenlose Test- oder Demooptionen werden angeboten; konkrete Bedingungen und Funktionsumfang vor Anmeldung prüfen
PlattformMicrosoft 365, Google Workspace, Atlassian, Salesforce, Hybrid-/Cloud-Infrastruktur und weitere Workloads je ProduktlinieMicrosoft 365, Google Workspace, Entra ID, Salesforce, Jira, Confluence, Zendesk und weitere SaaS-AnwendungenMicrosoft 365, Google Workspace, Salesforce, Jira, Power Platform sowie Cloud- und Hybrid-Workloads je ProduktlinieMicrosoft 365, Google Workspace, Salesforce, Entra ID, Endpoints, VMware, Hyper-V, Nutanix, AWS und Azure je Produktlinie
BetriebSaaS-Plattform; je nach Workload können eigene oder öffentliche Speicherziele eingebunden werdenSaaS-Backup mit auswählbarer Datenzentrumsregion; Keepit nennt unter anderem EU-DK und EU-DECloudverwaltete Plattform; Cloud-, SaaS- und hybride Schutzmodelle sind je Lösung getrennt zu prüfenVollständig cloudbasierte SaaS-Plattform mit agentenlosen oder workloadabhängigen Schutzmodellen
APIIntegrationen und APIs je Produkt und Plan; konkrete Quoten, Rollen und Voraussetzungen prüfenVollständige API-Unterstützung und SIEM-Integration werden als Plattformfunktionen genannt; konkrete Quoten und Planvoraussetzungen prüfenAutomatisierung, Richtlinien und Integrationen je Produkt; konkrete API-, Rollen- und Modulgrenzen prüfenIntegrationen und Automatisierung je Workload; konkrete API-, Rollen- und Nutzungsgrenzen prüfen
SpracheEnglische Produkt- und Dokumentationsseiten geprüft; deutschsprachiger Umfang separat prüfenEnglische Produkt- und Dokumentationsseiten geprüft; deutschsprachiger Supportumfang separat prüfenEnglische Produkt- und Trust-Center-Seiten geprüft; deutschsprachiger Umfang separat prüfenEnglische Produkt- und Dokumentationsseiten geprüft; deutschsprachiger Umfang separat prüfen
DPA / AVVDPA/AVV und Unterauftragnehmer für die konkrete Workload- und Vertragskombination prüfenDatenschutz- und Sicherheitszusätze sowie DPA/AVV für die konkrete Anwendung und Region prüfenDPA/AVV, Subprozessoren und konkrete Speicher-/Verarbeitungsorte im Vertrag prüfenDPA/AVV, Datenresidenz und Unterauftragnehmer für die konkrete Workload-Kombination prüfen
Datenregion / EU-HostingKeine pauschale EU-only-Verarbeitung aus der allgemeinen Produktdarstellung ableiten; Speicherziel und Datenwege konkret klären.Keepit nennt auswählbare Regionen einschließlich EU-DE und EU-DK; daraus folgt keine automatische EU-Verarbeitung jedes Support- oder Unterauftragnehmerprozesses.Rubrik beschreibt Cloud-Sicherheitskontrollen, aber keine pauschale EU-only-Verarbeitung für alle Workloads und Supportprozesse.Cloud-native Architektur und Air-Gap-Angaben ersetzen keine konkrete Prüfung der Speicher- und Supportregionen.
ZielgruppeUnternehmen mit SaaS-, Hybrid- oder Cloud-Workloads, die Backup, Wiederherstellung und Datenresilienz zentral verwalten möchtenUnternehmen, die SaaS-Daten und Identitätskonfigurationen unabhängig von Microsoft oder Google sichern und wiederherstellen möchtenUnternehmen mit hohen Anforderungen an unveränderbare Backups, Identitätswiederherstellung, SaaS-Schutz und Cyber-ResilienceUnternehmen, die mehrere SaaS-, Endpoint-, Rechenzentrums- und Cloud-Workloads unter einer Resilienzplattform bündeln möchten
AnbieterHYCU R-Cloud ansehen →Keepit ansehen →Rubrik Security Cloud ansehen →Druva Data Resiliency Cloud ansehen →

Preise, Funktionen, Datenregionen und Vertragsbedingungen können sich ändern. Partnerlinks sind gekennzeichnet; sie beeinflussen nicht die redaktionelle Reihenfolge. Die Anbieterstände und Basisquellen stehen direkt bei den jeweiligen Anbietern.

Redaktionelle Vorauswahl

Die Einordnung beruht auf dokumentierten Produktfunktionen und Anbieterangaben. Es wurden keine Wiederherstellungen, Failover, Malware-Scans oder Supportprozesse selbst getestet. Partnerstatus und Provisionshöhe sind kein Auswahlkriterium.

  • Keepit: sinnvoller Ausgangspunkt für SaaS-zentrierte Umgebungen mit Microsoft 365, Google Workspace oder mehreren Geschäftsanwendungen und dem Wunsch nach unabhängiger Wiederherstellung.
  • HYCU R-Cloud: interessant für Unternehmen, die SaaS-Anwendungen mit Hybrid- und Cloud-Workloads verbinden und ein breiteres, workloadabhängiges Modell benötigen.
  • Rubrik Security Cloud: interessant für größere Organisationen, die Daten-, Identitäts- und SaaS-Resilienz sowie zentrale Richtlinien und Wiederherstellung verbinden möchten.
  • Druva Data Resiliency Cloud: interessant für heterogene Umgebungen mit SaaS, Endpoints, Rechenzentrum und Public Cloud unter einer cloudbasierten Plattform.

Vergleichsbasis: Was ist hier vergleichbar?

Alle vier Plattformen können Daten aus SaaS-Anwendungen sichern und wiederherstellen. Je nach Anbieter kommen Identitätsdaten, Cloud-Workloads, Endpoints, Rechenzentren, Aufbewahrung, unveränderbare Speicher und Wiederanlauf-Funktionen hinzu.

Die Grenzen sind wichtig:

  • SaaS-Backup schützt Daten in Anwendungen wie Microsoft 365 oder Google Workspace vor versehentlicher Löschung, Fehlkonfiguration und bestimmten Angriffsszenarien.
  • Endpoint-Backup schützt Dateien oder Systemdaten auf Laptops und Desktopgeräten. Dafür sind spezialisierte Lösungen wie Backblaze oder Datto Endpoint Backup besser direkt vergleichbar.
  • Disaster Recovery stellt Systeme oder Workloads nach einem Ausfall in einer Zielumgebung wieder bereit. Das erfordert andere Kriterien wie RPO, RTO, Failover, Failback und Testwiederherstellung.
  • Cyber-Resilience verbindet Schutz, Wiederherstellung, Identität, Governance und teilweise Sicherheitsanalyse. Eine solche Plattform ist nicht automatisch in jedem Bereich gleich tief.

HYCU R-Cloud

HYCU beschreibt eine Plattform für SaaS-Anwendungen, Hybrid- und Cloud-Infrastruktur sowie weitere Workloads. Die Preisseite trennt unter anderem Backup & Recovery, Enterprise Resilience und Unified Resilience und nennt für einzelne SaaS-Anwendungen eine nutzerbezogene Orientierung. Für Hybrid- und Cloud-Workloads verweist HYCU häufig auf ein individuelles Angebot.

Für Microsoft 365 nennt HYCU granularen Zugriff auf E-Mails, Kontakte, Aufgaben, OneDrive- und SharePoint-Inhalte sowie Wiederherstellung und unveränderbare beziehungsweise WORM-orientierte Schutzmechanismen. Die tatsächliche Abdeckung hängt von Connector, Edition und Speicherziel ab.

Stärke: breite Workload-Abdeckung und Einordnung in eine zentrale Plattform.

Wichtigste Einschränkung: Die Plattform ist deutlich breiter als ein einfacher Endgeräte-Backup-Tarif. Workload, Nutzerzahl, Speicher, Region und Add-ons müssen im Angebot zusammengeführt werden.

Keepit

Keepit konzentriert sich sichtbar auf SaaS-Backup und Wiederherstellung. Für Microsoft 365 nennt Keepit unter anderem Exchange Online, OneDrive, SharePoint und Teams. Für Google Workspace werden unter anderem Gmail, Google Drive, Shared Drives, Kalender und Aufgaben aufgeführt; einzelne Dienste und Sonderfälle haben eigene Einschränkungen.

Keepit nennt drei Service-Stufen: Core Continuity, Business Resilience und Enterprise Resilience. Die Preisseite weist auf fünf- beziehungsweise zehnjährige Aufbewahrungsmodelle, auswählbare Datenregionen, immer verfügbaren Speicher sowie Sicherheits- und Administrationsfunktionen hin. Das sind Anbieterangaben und keine unabhängige Zertifizierung.

Keepit nennt derzeit mehrere Datenzentrumsregionen, darunter EU-DE und EU-DK. Das ist hilfreich für eine Vorauswahl, ersetzt aber keine Prüfung der Support-, Unterauftragnehmer- und sonstigen Datenwege im konkreten Vertrag.

Stärke: klare SaaS-Ausrichtung, detaillierte Connector-Abdeckung und sichtbare Datenregionsauswahl.

Wichtigste Einschränkung: Keepit ist kein allgemeiner Ersatz für Bare-Metal-Recovery, Endpoint-Schutz oder eine vollständige Server-Disaster-Recovery-Plattform.

Rubrik Security Cloud

Rubrik beschreibt Schutz für Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, Jira, Power Platform und weitere Cloud- und Hybrid-Workloads. Zusätzlich stellt Rubrik Identitätsresilienz für Entra ID, Active Directory und Okta sowie Funktionen zur Wiederherstellung kritischer Geschäftsabläufe heraus.

Die Plattform wird als cloudbasierte Schutz- und Wiederherstellungsumgebung mit unveränderbaren beziehungsweise logisch getrennten Sicherungskopien, Richtlinien und granularen Wiederherstellungen beschrieben. Rubrik nennt außerdem Cloud- und SaaS-spezifische Lösungen; diese dürfen nicht automatisch als ein einziger Tarif mit identischem Funktionsumfang verstanden werden.

Stärke: Verbindung von Daten-, Identitäts- und SaaS-Resilienz für anspruchsvolle Umgebungen.

Wichtigste Einschränkung: Enterprise-Fokus, individuelle Preisermittlung und unterschiedliche Produktlinien erschweren einen einfachen Kostenvergleich.

Druva Data Resiliency Cloud

Druva beschreibt eine cloudbasierte Plattform für SaaS-Anwendungen, Endpoints, Rechenzentren und Public-Cloud-Workloads. Genannt werden unter anderem Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, Entra ID, VMware, Hyper-V, Nutanix, AWS und Azure – jeweils abhängig von Produktlinie und Lizenz.

Die Preisübersicht unterscheidet unter anderem einzelne Workloads, eine SaaS Universal License und ein Essentials Pack. Druva nennt für Disaster Recovery eine Wiederherstellung in eine AWS-Umgebung; dabei können zusätzliche AWS-Kosten im Kundenkonto entstehen. Diese Kosten gehören nicht automatisch zum Druva-Preis.

Stärke: sehr breite Workload-Abdeckung und einheitliches cloudbasiertes Betriebsmodell.

Wichtigste Einschränkung: Lizenzierung und Gesamtbetriebskosten müssen für die konkrete Kombination aus SaaS, Endpoints, Cloud und Rechenzentrum kalkuliert werden.

Entscheidungskriterien

1. Welche Daten sollen geschützt werden? Nur Microsoft 365, mehrere SaaS-Apps, Endpoints, virtuelle Maschinen, Datenbanken oder Public-Cloud-Ressourcen? 2. Welche Wiederherstellung ist erforderlich? Einzelne Datei, Benutzerkonto, komplette Anwendung, Identität, virtuelle Maschine oder laufender Workload? 3. Wie lange müssen Daten zurückgeholt werden können? Aufbewahrung ist nicht dasselbe wie ein getestetes Wiederanlaufziel. 4. Muss ein Anbieter eine bestimmte Datenregion anbieten? Speicherregion, Verarbeitung, Support und Unterauftragnehmer getrennt prüfen. 5. Welche Kostenbasis gilt? Nutzer, Workload, Endpoint, Speicher, Modul, Retention, Cloud-Compute und Wiederherstellungskosten müssen getrennt betrachtet werden.

Was vor einer Entscheidung offen bleibt

  • konkrete Preise und Mindestmengen für die gewünschte Workload-Kombination,
  • genaue Datenwege, Unterauftragnehmer, DPA/AVV und Aufbewahrungsregeln,
  • tatsächlich erreichbare RPO-/RTO-Werte und Bedingungen für Failover,
  • Wiederherstellung von Gastbenutzern, Sonderformaten, Metadaten und Berechtigungen,
  • Gebühren für Cloud-Compute, Egress, Speicher oder zusätzliche Recovery-Module,
  • tatsächlicher Einführungs- und Administrationsaufwand.

Abgrenzung zu anderen Atlas-Bereichen

Dieser Vergleich behandelt primär SaaS-Backup und breitere Datenresilienz. Für Endpoints und Geräte ist der separate Endpoint-Security-/Endpoint-Backup-Kontext relevant. Für laufende Geräteverwaltung gibt es den RMM-Vergleich. Für vollständige Business Continuity und Disaster Recovery müssen RPO, RTO, Failover, Failback und Wiederherstellungstests separat betrachtet werden.