Beispielhafte Preisbasis
Als grobe Orientierung für eine Technikerlizenz und 50 Endpoints ergeben sich aus den öffentlich genannten Referenzwerten: Atera Professional 149 USD pro Techniker und Monat bei jährlicher Zahlung oder 169 USD bei monatlicher Zahlung; NinjaOne bis zu 187,50 USD pro Monat bei 3,75 USD pro Gerät und 50 Geräten; Datto RMM Preis auf Anfrage. Das ist kein Gesamtpreis und kein direkter Leistungstest: Steuern, Region, Laufzeit, Add-ons, weitere Techniker, Mindestmengen und nicht gleichartige Funktionspakete sind nicht eingerechnet. Atera wird pro Techniker, NinjaOne pro Gerät und Datto nach Angebot kalkuliert.
Redaktionelle Vorauswahl
Die Einordnung beruht auf dokumentierten Funktionen und Produktpositionierungen. Sie enthält keinen eigenen Praxistest. Partnerstatus und Provisionshöhe sind kein Auswahlkriterium; für diese Anbieter sind in Atlas keine Partnerlinks hinterlegt.
- Atera IT Suite: sinnvoller Ausgangspunkt für Teams, die RMM, PSA-/Helpdesk-Funktionen, Fernzugriff und Skripting in einer Oberfläche verbinden möchten. Die Kosten wachsen primär mit den Technikern, nicht mit der Zahl der verwalteten Geräte.
- Datto RMM: interessant für MSPs, die Mandanten- und Endpoint-Verwaltung mit Datto- beziehungsweise Autotask-Prozessen verbinden wollen. Der konkrete Preis und die benötigten Add-ons müssen angefragt werden.
- NinjaOne: interessant für interne IT und MSPs, die eine endpointbasierte Plattform für Monitoring, Patching, Software- und Geräteverwaltung suchen. Die veröffentlichte Preisorientierung ist volumenabhängig und kein verbindliches Angebot.
Vergleichsbasis: Was ist wirklich vergleichbar?
Alle drei Produkte können Agenten auf Geräten verwalten, Zustände überwachen, Warnungen erzeugen und administrative Maßnahmen wie Patching oder Skripte unterstützen. Sie unterscheiden sich jedoch bei Preisbasis, Helpdesk-/PSA-Umfang, Mandantenfähigkeit, Fernzugriff, Integrationen und dem Anteil eigener Infrastruktur.
Nicht automatisch enthalten sind ein vollständiges EDR, ein SIEM, eine unabhängige Netzwerk-Observability-Plattform, ein Backup oder ein besetzter MDR-Service. Patchmanagement ist eine Betriebsfunktion und kein gleichwertiger Ersatz für Endpoint Detection and Response.
Atera IT Suite
Atera beschreibt ein pro Techniker abgerechnetes Modell. Laut FAQ verwaltet eine Technikerlizenz unbegrenzt viele Geräte und – im MSP-Modell – unbegrenzt viele Kundenorganisationen. Für IT-Abteilungen nennt Atera aktuell Professional mit 169 USD monatlich oder 149 USD monatlich bei jährlicher Zahlung, Expert mit 229 beziehungsweise 189 USD und Master mit 269 beziehungsweise 219 USD; Enterprise wird individuell angeboten. Die Plattform ist cloudbasiert und benötigt keine eigene Serverinstallation. Atera nennt eine 30-tägige Testphase ohne Kreditkarte. Region, Steuern, Add-ons und die passende IT-Department- oder MSP-Preisseite müssen vor Bestellung bestätigt werden.
Zum dokumentierten Umfang gehören RMM, Monitoring, Patchmanagement, Skripting, Softwareverwaltung, Fernzugriff, Assetverwaltung und – je nach Produktlinie – Ticketing und Abrechnung. Atera nennt Windows, macOS und Linux sowie SNMP-, HTTP-, TCP- und ICMP-basierte Überwachung von Netzwerkgeräten. AI Copilot ist laut Anbieter in den aktuellen Plänen enthalten; Robin ist davon getrennt und darf nicht als automatisch enthaltene RMM-Funktion dargestellt werden.
Die Stärke ist die Bündelung vieler IT-Betriebsfunktionen. Die offene Frage ist, welche Add-ons, Integrationen, SSO-/API-Funktionen und Netzwerk-Discovery-Optionen im konkreten Plan enthalten sind. Eine unbegrenzte Gerätezahl bedeutet außerdem nicht, dass jeder Remotezugriff, jede Sicherheitsintegration oder jedes Zusatzmodul kostenlos ist.
Datto RMM
Datto beschreibt RMM als cloudbasierte Plattform für MSPs und SMBs. Die Produktseite nennt Endpoint-Überwachung, Fernverwaltung, Automatisierung und eine integrierte Microsoft-365-Verwaltung unter anderem für Onboarding, Offboarding und Quarantäne. Datto verweist für den Preis auf eine Anfrage; eine öffentlich verifizierte Listenpreiszahl wird deshalb nicht eingesetzt.
Datto RMM wird häufig im Zusammenhang mit Datto- und Autotask-Produkten eingesetzt. Das kann für MSP-Prozesse hilfreich sein, darf aber nicht als Beleg dafür gelesen werden, dass PSA, Backup, SaaS-Schutz oder Endpoint Security automatisch im RMM-Preis enthalten sind. Die benötigten Produkte, Mandantenstruktur, Agenten, Remotezugriff, Integrationen und Vertragslaufzeit müssen im Angebot getrennt ausgewiesen werden.
Die zentrale offene Frage ist daher weniger eine einzelne Featureliste als die konkrete Betriebs- und Vertragskombination: Welche Module werden benötigt, wie wird pro Agent oder Endpoint abgerechnet, welche Funktionen sind in der Region verfügbar und welche Autotask-/Drittanbieter-Integrationen verursachen Zusatzkosten?
NinjaOne
NinjaOne beschreibt eine cloudbasierte Unified-IT-Operations-Plattform mit flexibler Preisbasis pro Gerät. Die aktuelle Preisseite nennt eine Orientierung von 1,50 USD pro Gerät und Monat bei 10.000 oder mehr Endpoints bis 3,75 USD bei 50 oder weniger Endpoints. Die Preise variieren nach Region und erworbenen Produkten; die Werte gelten laut Anbieter für die kommerzielle, nicht für die FedRAMP-Instanz. NinjaOne nennt eine 14-tägige Testphase und empfiehlt für einen konkreten Preis ein individuelles Angebot.
Zum dokumentierten RMM-Umfang gehören Agenten, Monitoring von Gerätezuständen, Warnungen, Remoteverwaltung, Patchmanagement, Skripting, Software- und Geräteverwaltung, Reporting sowie Integrationen. Der Anbieter richtet sich an interne IT-Teams und MSPs. Die Preisorientierung darf nicht als Rechnung für eine bestimmte Umgebung verwendet werden, solange Endpointzahl, Module, Region, Vertragsform und mögliche Zusatzprodukte nicht feststehen.
Die Stärke ist die klare Orientierung am Endpoint und an einheitlichen IT-Operations-Prozessen. Die wichtigste Einschränkung bleibt die individuelle Preisermittlung und die Frage, welche Funktionen beziehungsweise Add-ons im konkreten Paket enthalten sind.
Vergleich auf einen Blick: Kriterien für die Auswahl
1. Abrechnung: Wird pro Techniker, Gerät, Agent oder nach Angebot abgerechnet? Welche Mindestmengen und Laufzeiten gelten? 2. Geräte und Systeme: Werden Windows, macOS, Linux, Server und Netzwerkgeräte im benötigten Umfang unterstützt? Welche Agenten- und Versionengrenzen gelten? 3. Monitoring: Welche Metriken, Ereignisse, Dienste und Netzwerkprotokolle können überwacht werden? Wie werden Schwellenwerte und Eskalationen verwaltet? 4. Patching und Automatisierung: Lassen sich Betriebssysteme und Drittanbieteranwendungen planen, testen, zurückrollen und protokollieren? Welche Skripte dürfen automatisch laufen? 5. Fernzugriff: Ist Remotezugriff enthalten oder ein separates Produkt beziehungsweise Add-on? Wie werden Sitzungen, Freigaben und Protokolle kontrolliert? 6. Serviceprozess: Sind Ticketing, Helpdesk, PSA, Abrechnung und Mandantenfähigkeit im selben Plan enthalten oder müssen sie separat bezogen werden? 7. Sicherheit und Daten: Welche Rollen, MFA-/SSO-Optionen, Audit-Logs, Aufbewahrungsregeln, DPA/AVV, Unterauftragnehmer und Datenregionen gelten?
Was vor einer Entscheidung offen bleibt
Die sinnvollste nächste Stufe ist ein identisches Anforderungsblatt mit Endpointzahl, Servern, Betriebssystemen, Netzwerkgeräten, Patchfenster, Remotezugriff, Ticketing, Technikern, Datenregion und gewünschter Aufbewahrung. Erst damit werden Angebote und Gesamtbetriebskosten belastbar vergleichbar.
- Atera: aktuelle Preisstufe für IT-Abteilung oder MSP, Add-ons, SSO/API, Network Discovery, Integrationen und Datenregion im konkreten Vertrag.
- Datto: verbindliches Angebot, Abrechnungseinheit, Mindestmengen, Datto-/Autotask-Abhängigkeiten, enthaltene Integrationen und Zusatzkosten.
- NinjaOne: konkreter Preis für die Endpointzahl, Plan- und Modulumfang, regionale Konditionen, Vertragsform und mögliche Zusatzprodukte.
- Alle: tatsächliche Alarmqualität, Fehlalarme, Einführungsaufwand, Fernzugriffssicherheit, Rollback-Verhalten, Support und Auswirkungen im eigenen Netzwerk.
Abgrenzung zu anderen Atlas-Bereichen
RMM hilft beim laufenden Überwachen und Verwalten von IT-Geräten. Endpoint Security untersucht und blockiert verdächtige Aktivitäten. Schwachstellenmanagement findet und priorisiert Risiken, die ein Asset oder eine Software betreffen. Backup & Business Continuity behandelt Wiederherstellung und Ausfallszenarien. Einzelne Produkte können mehrere Funktionen bündeln, ersetzen aber nicht automatisch jede dieser Schutzschichten.
Quellen und Prüfstand
Die Produkt- und Preisangaben sind einzelnen offiziellen Anbieterquellen zugeordnet. Der Prüfstand dieses Vergleichs ist der 29.10.2026. Preise, Tarifnamen, Plattformmatrizen, Add-ons und Vertragsbedingungen können sich ändern und müssen vor Bestellung erneut geprüft werden.