Tool-VergleichIT-SecurityEndpoint Security, EDR & XDR
IT-Security · Endpoint Security, EDR & XDR

Endpoint Security für Unternehmen: Defender, CrowdStrike, SentinelOne und Sophos im Vergleich

Endpoint Security soll Arbeitsplätze, Server und mobile Geräte vor Schadsoftware, Schwachstellen und verdächtigen Aktivitäten schützen. Dieser Vergleich ordnet Microsoft Defender for Business, CrowdStrike Falcon, SentinelOne Singularity und Sophos Endpoint anhand offiziell dokumentierter Produkt- und Preisinformationen ein.

Von Project Atlas Redaktion · Lesezeit: 8 Minuten · Zuletzt fachlich geprüft: 28.10.2026
Hinweis: Dieser Entwurf basiert auf offiziellen Produkt-, Preis-, Hilfe- und Datenschutzseiten der Anbieter, zuletzt geprüft am 28.10.2026. Project Atlas hat keinen produktiven Praxistest, keinen unabhängigen Angriffssimulationstest und keine individuelle DSGVO- oder Compliance-Prüfung durchgeführt. Preise sind, soweit vorhanden, US-Dollar-Listenpreise vor Steuern; Region, Vertrag, Add-ons und Partnerkonditionen können abweichen.

Kurzantwort

Einen allgemeinen Testsieger gibt es hier nicht. Microsoft Defender for Business passt eher, wenn ein kleines oder mittleres Unternehmen bereits Microsoft 365, Entra oder das Defender-Portal nutzt und Endpoint-Schutz in diese Umgebung einordnen möchte. CrowdStrike Falcon passt eher, wenn eine spezialisierte Cloud-Plattform mit klaren Paketen von Next-Generation-AV bis Threat Hunting gesucht wird. SentinelOne Singularity passt eher, wenn EPP/EDR, automatisierte Reaktion und je nach Paket längere Aufbewahrung, Identitätsschutz oder Managed Threat Hunting wichtig sind. Sophos Endpoint passt eher, wenn die zentrale Sophos-Verwaltung mit optionalem EDR, XDR, MDR oder Workload Protection verbunden werden soll.

Die Anbieter sind nicht vollständig auf derselben Preis- und Leistungseinheit aufgebaut. Microsoft rechnet in der genannten Variante pro Nutzer, CrowdStrike und SentinelOne pro Gerät beziehungsweise Endpoint; Sophos nennt für den geprüften Einstieg keinen einheitlichen öffentlichen Listenpreis. Die Zahlen sind deshalb eine Vorauswahlhilfe und kein gleichwertiger Gesamtpreisvergleich.

Aufgabenspezifische Fakten für Endpoint Security

Die vier Angebote werden nach Schutzumfang, EDR/automatisierter Reaktion, Plattformen, Preisbasis, Verwaltung und dokumentierten Datenkontrollen eingeordnet. Nutzerpreise, Endpointpreise, Partnerangebote und Preise auf Anfrage sind nicht ohne Weiteres gleichwertig. Quellenstand: 2026.10.28

KriteriumMicrosoft Defender for BusinessMicrosoftCrowdStrike FalconCrowdStrikeSentinelOne SingularitySentinelOneSophos EndpointSophos
Tarif und PreisbasisDefender for Business: 3 USD/Nutzer/Monat bei jährlicher Zahlung, bis 300 Nutzer und bis zu fünf Geräte je Nutzer; 30 Tage Test. Server-Schutz separat lizenzieren.Falcon Go: 7,99 USD/Device/Monat oder 59,99 USD/Device/Jahr; Pro: 14,99 bzw. 99,99 USD; Enterprise: 19,99 bzw. 184,99 USD. 15 Tage Test; Add-ons können extra kosten.Singularity Complete: 179,99 USD/Endpoint/Jahr und 14 Tage Aufbewahrung; Commercial: 229,99 USD/Endpoint/Jahr und 90 Tage Aufbewahrung; Enterprise auf Anfrage. Preisbasis laut Anbieter: 5 bis 100 Workstations.Kein belastbarer öffentlicher Listenpreis in dieser Prüfung; Sophos nennt eine 30-tägige Testphase. Endpoint, EDR, XDR, MDR, Workload Protection und optionale Add-ons als getrennte Kostenbausteine prüfen.
Prävention, EDR und ReaktionNext-Generation-AV, EDR, Schwachstellenmanagement sowie automatisierte Untersuchung und Remediation sind dokumentiert.Go umfasst Next-Generation-AV, Device Control, Mobile Protection und EDR; Pro ergänzt Firewall Management; Enterprise ergänzt kontinuierliche Endpoint-Sichtbarkeit, Priorisierung und Threat Hunting.EPP, EDR/XDR, automatisierte Reaktion, RBAC sowie je nach Paket Geräte-/Firewall-Kontrolle, Remote Shell, Identitätsschutz und Managed Threat Hunting.Endpoint-Schutz, Untersuchung und Reaktion; Sophos beschreibt je nach Umfang automatisierte Schutzmaßnahmen einschließlich Ransomware Rollback. EDR, XDR und MDR erweitern den Leistungsumfang.
Plattformen und ServerWindows, macOS, iOS und Android; Server werden separat behandelt. Client- und Servergrenzen vor Einsatz prüfen.Windows, macOS und Linux; konkrete Versionen sowie Server-, Mobil- und Zusatzmodule anhand der jeweiligen Matrix prüfen.Windows, macOS und Linux; Distributionen, Virtualisierung und Workloads anhand der OS-Coverage prüfen.Windows und macOS für Endpoint; Windows- und Linux-Server über Workload Protection; Legacy-Plattformen und Zusatzmodule separat prüfen.
Verwaltung und BetriebsmodellVerwaltung über das Microsoft Defender-Portal mit dokumentierten Security-Reader- und Security-Administrator-Rollen; konkrete Tenant-, Intune- und Integrationsvoraussetzungen prüfen.Cloudbasierte Plattform mit Endpoint-Sensor. Modulumfang, Richtlinien, Support und Integrationen hängen vom gewählten Falcon-Paket ab.Cloud-verwaltete Plattform mit Bereitstellung über Geräteverwaltung oder manuelle Installation; Aufbewahrung, Multi-Tenant-Verwaltung und Managed Services hängen vom Paket ab.Sophos Central bündelt die Verwaltung. Hostingregion wird bei der Kontoerstellung gewählt; zentrale Richtlinien, Rollen und der Umfang von MDR/EDR müssen im konkreten Angebot geklärt werden.
Datenregion, DPA/AVV und offene PunkteMicrosoft nennt unterstützte Rechenzentrumsstandorte unter anderem in EU, UK, USA und Australien. Keine pauschale EU-only-Zusage für alle Datenwege; DPA, Workload und Tenant-Region separat prüfen.Die geprüfte US-Preisseite belegt keine pauschale EU-only-Verarbeitung. DPA/AVV, Datenregion, Unterauftragnehmer, Steuern und Partnerkonditionen vor Einsatz klären.Die Paketdarstellung belegt keine pauschale EU-only-Verarbeitung. Region, DPA/AVV, Unterauftragnehmer, Aufbewahrung und regionale Partnerpreise vor Abschluss klären.Sophos nennt eine wählbare Hostingregion, verarbeitet laut Datenschutz-Datenblatt aber umfangreiche Endpoint- und Telemetriedaten. Die öffentlich auffindbare Datenschutzunterlage ist von März 2024 und muss vor Veröffentlichung auf Aktualität geprüft werden; keine EU-only-Garantie ableiten.
Microsoft Defender for Business: Microsoft: Defender for BusinessMicrosoft Defender for Business: Microsoft Learn: Anforderungen und unterstützte StandorteMicrosoft Defender for Business: Microsoft Learn: Defender for Business – ÜbersichtCrowdStrike Falcon: CrowdStrike: Falcon-Pakete und PreiseCrowdStrike Falcon: CrowdStrike: Deployment und unterstützte BetriebssystemeCrowdStrike Falcon: CrowdStrike: Endpoint SecuritySentinelOne Singularity: SentinelOne: Plattformpakete und PreiseSentinelOne Singularity: SentinelOne: BetriebssystemabdeckungSentinelOne Singularity: SentinelOne: Endpoint SecuritySophos Endpoint: Sophos: Endpoint SecuritySophos Endpoint: Sophos: Technische SpezifikationenSophos Endpoint: Sophos: Central Endpoint and Server – Datenschutz

Vergleich auf einen Blick

Die wichtigsten Kriterien stehen bei allen Anbietern an derselben Stelle.

4 Lösungen
KriteriumMicrosoft Defender for BusinessMicrosoftCrowdStrike FalconCrowdStrikeSentinelOne SingularitySentinelOneSophos EndpointSophos
Preis & Abrechnung3 USD/Nutzer/Monat bei jährlicher Zahlung; bis 300 NutzerMicrosoft nennt 3 USD pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, bis zu fünf Geräte pro Nutzer und eine 30-tägige Testphase. Server-Schutz ist separat zu lizenzieren; Steuern, Region und Vertragsbedingungen prüfen.Falcon Go 7,99 USD/Device/Monat oder 59,99 USD/Device/Jahr; Pro 14,99 bzw. 99,99 USD; Enterprise 19,99 bzw. 184,99 USDDie US-Preisseite nennt monatliche und jährliche Listenpreise pro Gerät sowie eine 15-tägige Testphase. Add-ons können zusätzlich kosten; Währung, Steuern, Mindestmengen und Partnerkonditionen vor Abschluss prüfen.Singularity Complete 179,99 USD/Endpoint/Jahr; Commercial 229,99 USD/Endpoint/Jahr; Enterprise auf AnfrageSentinelOne nennt Preise für 5 bis 100 Workstations. Complete weist 14 Tage Datenaufbewahrung aus, Commercial 90 Tage und zusätzliche Identitäts- und Hunting-Funktionen. Steuern, regionale Verfügbarkeit, Partnerkonditionen und Zusatzkosten prüfen.Preis auf Anfrage; 30-tägige Testphase laut AnbieterSophos veröffentlicht auf der geprüften Produktseite keine belastbare einheitliche Listenpreiszahl für Endpoint. EDR, XDR, MDR, Server-/Linux-Schutz und optionale Add-ons können getrennte Produkte oder Kosten sein.
Kostenlos testen30 Tage laut Anbieter; Bedingungen und automatische Verlängerung prüfen15 Tage laut Anbieter; keine Kreditkarte für den Test laut PreisseiteKeine allgemeine Testdauer in dieser Prüfung als feste Produktangabe verifiziert; vor Anmeldung prüfen30 Tage ohne Verpflichtung laut Anbieter; Bedingungen und Umfang prüfen
PlattformWindows, macOS, iOS und Android; Server separatWindows, macOS und Linux; konkrete Versionen und Server-/Mobilmodule nach Matrix prüfenWindows, macOS und Linux; Distributionen, Virtualisierung und Workloads anhand der OS-Coverage prüfenWindows und macOS für Endpoint; Windows- und Linux-Server über Workload Protection; Legacy-Plattformen und Zusatzmodule separat prüfen
BetriebCloud-verwalteter Dienst mit Microsoft Defender-PortalCloud-verwalteter Dienst mit Endpoint-SensorCloud-verwaltete Endpoint-Plattform; Bereitstellung über Geräteverwaltung oder manuelle InstallationCloud-verwalteter Dienst über Sophos Central
APIMicrosoft-Sicherheits- und Graph-Integrationen; konkrete Endpunkte, Kontingente und Lizenzvoraussetzungen prüfenAPI- und Integrationsumfang vor Einsatz anhand des gewählten Falcon-Moduls prüfenAPI- und Integrationsumfang sowie Modulvoraussetzungen vor Einsatz prüfenSophos Central APIs und Integrationen; konkrete Quoten und benötigte Lizenz prüfen
SpracheMehrsprachig; konkrete Oberfläche und Supportumfang prüfenMehrsprachige Produkt- und Supportangebote; konkreten Umfang prüfenMehrsprachige Produkt- und Supportangebote; konkreten Umfang prüfenMehrsprachige Produkt- und Supportangebote; konkreten Umfang prüfen
DPA / AVVMicrosoft Data Protection Addendum verfügbar; konkrete Dienste, Unterauftragnehmer und Verantwortlichkeiten prüfenDPA/AVV und Unterauftragnehmer für Region und Vertrag prüfenDPA/AVV, Unterauftragnehmer und Aufbewahrung für konkrete Edition prüfenDPA/AVV, Unterauftragnehmer und konkrete Dienste vor Einsatz prüfen
Datenregion / EU-HostingMicrosoft nennt unterstützte Rechenzentrumsstandorte unter anderem in EU, UK, USA und Australien. Das ist keine pauschale EU-only-Zusage für alle Datenwege.Die geprüfte Preisseite belegt keine pauschale EU-only-Verarbeitung; Region, Vertrag und Datenwege vor Einsatz abfragen.Eine pauschale EU-only-Zusage wurde in der geprüften Paketdarstellung nicht verifiziert; Datenregion und Vertrag vor Abschluss abfragen.Sophos nennt eine wählbare Hostingregion in Sophos Central. Das ist keine pauschale EU-only-Zusage für alle Support-, Zahlungs- und Drittprozesse.
ZielgruppeKleine und mittlere Unternehmen bis 300 Nutzer, die Endpoint-Schutz in einer Microsoft-Umgebung verwalten möchtenUnternehmen, die cloudbasierte Endpoint-Prävention und je nach Paket EDR, Firewall-Management oder Threat Hunting benötigenUnternehmen, die EPP/EDR mit automatisierter Reaktion und je nach Paket Identitätsschutz oder Managed Threat Hunting benötigenUnternehmen, die Endpoint-Prävention zentral verwalten und EDR, XDR, MDR oder Workload Protection bedarfsgerecht ergänzen möchten
AnbieterMicrosoft Defender for Business ansehen →CrowdStrike Falcon ansehen →SentinelOne Singularity ansehen →Sophos Endpoint ansehen →

Preise, Funktionen, Datenregionen und Vertragsbedingungen können sich ändern. Partnerlinks sind gekennzeichnet; sie beeinflussen nicht die redaktionelle Reihenfolge.

Redaktionelle Vorauswahl

Die Vorauswahl beruht auf dokumentiertem Funktionsumfang und der beschriebenen Zielgruppe. Sie enthält keine eigenen Ergebnisbewertungen. Partnerstatus und Provisionshöhe sind kein Auswahlkriterium; in diesem Entwurf sind keine Partnerlinks hinterlegt.

  • Microsoft Defender for Business: sinnvoller Ausgangspunkt für Microsoft-orientierte Teams bis 300 Nutzer, besonders wenn Identität, Endpoint und Sicherheitsverwaltung zusammengehören.
  • CrowdStrike Falcon: interessant für Organisationen, die pro Gerät kalkulieren und den Schutzumfang von Basis-AV über EDR bis Threat Hunting staffeln möchten.
  • SentinelOne Singularity: interessant, wenn automatisierte Reaktion, Endpoint-/Workload-Schutz und Paketunterschiede bei Aufbewahrung und Managed Hunting im Vordergrund stehen.
  • Sophos Endpoint: interessant, wenn Sophos Central bereits bekannt ist oder neben Endpoint auch betreute Erkennung, XDR beziehungsweise Workload Protection geprüft werden soll.

Vergleichsbasis: Was ist wirklich vergleichbar?

Verglichen werden die öffentlich dokumentierten Angaben zu Prävention, EDR, automatisierter Untersuchung oder Reaktion, Plattformen, Serverbezug, Verwaltung, Preisbasis und Datenkontrollen. Nicht verglichen werden die tatsächliche Erkennungsrate, Fehlalarmquote, Bedienqualität, Supporterfahrung, Einführungsdauer oder Wirksamkeit in einer konkreten Umgebung.

Die Preisangaben stammen aus den jeweils verlinkten Anbieterquellen und sind nicht auf eine gemeinsame Teamgröße umgerechnet. Bei einem belastbaren Beschaffungsvorgang müssten mindestens Nutzerzahl, Endpointzahl, Server, Aufbewahrung, Add-ons, Supportmodell, Vertragsbindung, Steuern und Datenregion gemeinsam kalkuliert werden.

Microsoft Defender for Business

Microsoft nennt für Defender for Business 3 USD pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, eine Auslegung bis 300 Nutzer, bis zu fünf Geräte pro Nutzer und eine 30-tägige Testphase. Der Preis ist nutzerbasiert und darf deshalb nicht direkt mit einem Gerätepreis von CrowdStrike oder SentinelOne gleichgesetzt werden. Microsoft weist Server-Schutz als separat zu lizenzierenden Baustein aus.

Zum dokumentierten Schutzumfang gehören Next-Generation-Antivirus, Endpoint Detection and Response, Schwachstellenmanagement sowie automatisierte Untersuchung und Remediation. Microsoft nennt Windows, macOS, iOS und Android als unterstützte Clientplattformen. Für Server, konkrete Client-Versionen, Richtlinien und Tenantvoraussetzungen ist die technische Anforderungsseite maßgeblich.

Die Stärke liegt in der Einordnung in das Microsoft-Sicherheitsportal und bestehende Microsoft-Identitäten. Das kann Verwaltung vereinfachen, setzt aber voraus, dass Rollen, Tenant, Intune-Verwendung, Gerätebestand und Offboarding sauber geplant sind. Der dokumentierte Preis ist kein Nachweis dafür, dass jede gewünschte Microsoft- oder Serverfunktion enthalten ist.

CrowdStrike Falcon

CrowdStrike nennt auf seiner US-Preisseite drei Pakete: Falcon Go 7,99 USD pro Gerät und Monat beziehungsweise 59,99 USD pro Gerät und Jahr, Pro 14,99 beziehungsweise 99,99 USD und Enterprise 19,99 beziehungsweise 184,99 USD. Die Seite nennt außerdem einen 15-tägigen Test ohne Kreditkarte. Add-ons, Steuern, regionale Konditionen, Mindestmengen und Partnerpreise sind separat zu prüfen.

Falcon Go wird mit Next-Generation-AV, Device Control, Mobile Protection und EDR beschrieben. Pro ergänzt Firewall Management; Enterprise ergänzt unter anderem kontinuierliche Endpoint-Sichtbarkeit, Priorisierung und Threat Hunting. Die Pakete eignen sich deshalb für eine gestufte Betrachtung, sind aber nicht automatisch identisch mit einer vollständigen SOC- oder Managed-Detection-Leistung.

CrowdStrike dokumentiert Windows, macOS und Linux. Welche Versionen, Server, Mobilgeräte und Zusatzmodule in einem konkreten Vertrag enthalten sind, muss anhand der aktuellen Plattform- und Modulmatrix geprüft werden. Die öffentliche Preisseite belegt keine pauschale EU-only-Verarbeitung; DPA/AVV, Unterauftragnehmer, Supportzugriffe und Datenregion bleiben Beschaffungspunkte.

SentinelOne Singularity

SentinelOne nennt für Singularity Complete 179,99 USD pro Endpoint und Jahr sowie für Singularity Commercial 229,99 USD pro Endpoint und Jahr. Complete weist 14 Tage Datenaufbewahrung aus; Commercial weist 90 Tage und zusätzliche Funktionen wie Identity Detection & Response und Managed Threat Hunting aus. Enterprise wird als Paket auf Anfrage beschrieben. Die öffentliche Darstellung bezieht sich auf 5 bis 100 Workstations; regionale Verfügbarkeit, Steuern und Partnerkonditionen können abweichen.

Die Paketübersicht führt EPP, EDR/XDR, automatisierte Reaktion, Rollenverwaltung und Multi-Tenant-Management auf. Je nach Paket kommen unter anderem Geräte- und Firewall-Kontrolle, Remote Shell, Identitätsschutz oder Managed Threat Hunting hinzu. Das ist für die Auswahl relevant, weil „Endpoint Security“ hier nicht nur einen Antivirus-Basisschutz meint, sondern auch unterschiedliche Reaktions- und Aufbewahrungsstufen.

SentinelOne deckt laut der herstellerseitigen Betriebssystemübersicht Windows, macOS und Linux ab. Die genaue Abdeckung von Distributionen, virtuellen Workloads und Servern gehört vor einer Bestellung in die technische Prüfung. Eine pauschale EU-only-Zusage ist aus der Paketdarstellung nicht ableitbar; DPA/AVV, Aufbewahrung, Datenregion und Unterauftragnehmer sind offen zu verifizieren.

Sophos Endpoint

Sophos nennt auf der geprüften Endpoint-Seite eine 30-tägige Testphase, aber keinen belastbaren einheitlichen öffentlichen Listenpreis für den Einstieg. Sophos Endpoint, EDR, XDR, MDR und Workload Protection müssen deshalb als unterschiedliche Leistungs- und Kostenbausteine behandelt werden. Ein individuelles Angebot ist nicht automatisch mit den veröffentlichten Geräte- oder Nutzerpreisen der anderen Anbieter vergleichbar.

Sophos beschreibt Endpoint-Schutz, Untersuchung und Reaktion sowie automatisierte Schutzmaßnahmen wie Ransomware Rollback. EDR erweitert die Erkennung und Untersuchung, XDR bezieht weitere Signale ein und MDR ist eine betreute Dienstleistung. Server und Linux werden über Workload Protection behandelt; Legacy-Plattformen und optionale Add-ons benötigen eine gesonderte Prüfung.

Die Verwaltung läuft über Sophos Central. Sophos nennt eine auswählbare Hostingregion bei der Kontoerstellung. Das ist keine pauschale EU-only-Zusage für Support, Zahlungen und alle Drittprozesse. Die öffentlich auffindbare Datenschutzunterlage für Central Endpoint and Server nennt umfangreiche Endpoint- und Telemetriedaten und ist mit März 2024 datiert. Dieser Punkt muss vor einer Veröffentlichung mit der aktuellen Vertrags- und Datenschutzdokumentation erneut geprüft werden.

Plattformen, Reaktion und Betriebsaufwand

Die Plattformliste allein entscheidet nicht über die Eignung. Für die Vorauswahl sollten folgende Fragen mit dem eigenen Bestand beantwortet werden:

1. Werden nur Windows-Clients geschützt oder auch macOS, Linux, Mobilgeräte und Server? 2. Reicht Prävention, oder werden EDR, forensische Aufbewahrung, automatisierte Remediation und Threat Hunting benötigt? 3. Wer triagiert Warnungen außerhalb der Geschäftszeiten: die eigene IT, ein internes SOC oder ein MDR-Dienst? 4. Welche Rollen, Freigaben, Sensor-Updates, Ausnahmen und Offboarding-Schritte müssen dokumentiert werden? 5. Welche Daten dürfen in der gewählten Region verarbeitet werden, und welche Unterauftragnehmer sind vertraglich relevant?

Diese Fragen zeigen auch die Grenze des Vergleichs: Ein umfangreicher Endpoint-Sensor ersetzt kein Patchmanagement, keine vollständige Schwachstellenpriorisierung, kein Backup und kein dauerhaft besetztes SOC. Dafür sind in der IT-Security-Übersicht eigene Bereiche vorgesehen.

Preis- und Datenregionshinweise

Die Preise sind nicht auf eine gemeinsame Bezugsgröße normiert. Defender for Business wird als Nutzerpreis genannt; CrowdStrike und SentinelOne veröffentlichen Geräte- beziehungsweise Endpointpreise; Sophos verweist im geprüften Einstieg auf ein Angebot. Jahrespreise sind nicht dasselbe wie eine flexible Monatszahlung. Testphase, dauerhaft kostenloses Angebot und Geld-zurück-Garantie werden ebenfalls nicht gleichgesetzt.

Bei der Datenverarbeitung nennen die Anbieter unterschiedliche Detailgrade. Eine DPA/AVV ist kein Beleg dafür, dass jede Telemetrie, jeder Supportzugriff und jedes Protokoll ausschließlich in der EU verarbeitet wird. Vor der Beschaffung sollten konkrete Dienste, Region, Unterauftragnehmer, Aufbewahrung, Löschung, Supportzugriffe und die Übermittlungsgrundlage gemeinsam dokumentiert werden.

Was vor einer Entscheidung offen bleibt

Der nächste sinnvolle Schritt ist kein pauschaler Test von vier Produkten, sondern ein identisches Anforderungsblatt mit Endpointzahl, Servern, Plattformen, gewünschter Aufbewahrung, Betriebsmodell und Datenregion. Erst damit lässt sich ein Angebot sinnvoll anfordern und auf derselben Grundlage vergleichen.

  • Defender: konkrete Serverlizenz, Tenant-/Intune-Konfiguration und gewünschte Datenwege.
  • CrowdStrike: aktuelle Modulmatrix, Mindestmengen, regionale Vertragskonditionen, DPA/AVV und Datenregion.
  • SentinelOne: regionale Preis- und Vertragsbedingungen, Datenresidenz, DPA/AVV und genaue Workload-Abdeckung.
  • Sophos: verbindliche Preisbasis, aktuelle Datenschutz- und Vertragsunterlagen sowie die Trennung von Endpoint, EDR, XDR, MDR und Workload Protection.
  • Alle: tatsächliche Erkennungsqualität, Fehlalarme, Einführungsaufwand, Support und Reaktion im eigenen Netzwerk.

Quellen und Prüfstand

Die konkreten Produkt- und Preisaussagen sind im Datenbestand und in der Quellenliste einzelnen Anbieterquellen zugeordnet. Der Prüfstand dieses Entwurfs ist der 28.10.2026. Preise, Paketnamen, Plattformmatrizen und Datenschutzunterlagen können sich ändern und müssen vor Veröffentlichung beziehungsweise Bestellung erneut geprüft werden.