Aktuelle KI-Modelle im Überblick: Veo 3.1, Seedance 2.5 und Nano Banana 2.1
Veo 3.1, Seedance 2.5 und Nano Banana 2.1 werden aktuell häufig als neue Werkzeuge für KI-Video und KI-Bild genannt. Dieser Beitrag prüft, was die offiziellen Quellen tatsächlich belegen – und welche Angaben für eine belastbare Auswahl noch fehlen.
Was ist aktuell belegt?
Veo 3.1 von Google
Google dokumentiert Videoerzeugung aus Text- oder Bildreferenzen, wahlweise mit synchronisiertem Audio. Die Cloud-Preisseite unterscheidet Video und Video-plus-Audio sowie 720p, 1080p und 4K. Für Veo 3.1 werden dort beispielsweise 0,20 USD pro Zähleinheit für Video in 720p/1080p und 0,40 USD für 4K genannt; Audioausgabe wird separat höher bepreist. Das ist API-/Cloud-Nutzung, kein pauschaler Endkundenpreis für jede Oberfläche.
Seedance 2.5 von ByteDance Seed
Die offizielle Modellseite beschreibt bis zu 30 Sekunden pro Generierung, Erweiterungen, Audio-Video-Erzeugung, Referenzmaterial und Bearbeitungsfunktionen. Die aktuelle Modellübersicht verweist auf Playground und Dreamina. Ein allgemein gültiger API-Preis, ein verbindlicher EU-Zugang und ein einheitlicher Wasserzeichen- oder Exportumfang sind aus den geprüften Seed-Seiten nicht ausreichend ableitbar.
Nano Banana 2.1 von Google
Google führt Nano Banana 2.1 als Gemini-Bildmodell für Generierung und dialogbasierte Bearbeitung mit 1K-, 2K- und 4K-Ausgabe. Die Modelldokumentation nennt Referenzbilder, Textdarstellung und Suchgrundierung. Die API-Preisseite nennt für die Bildausgabe im Standardtarif 30 USD pro eine Million Ausgabetokens und rechnet daraus Richtwerte je Bildauflösung ab. Google weist außerdem auf ein SynthID-Wasserzeichen hin.
Warum die Zahlen nicht direkt vergleichbar sind
Veo wird auf der Cloud-Seite pro Zähleinheit der Generierung ausgewiesen, Nano Banana nach Bild- beziehungsweise Tokenverbrauch und Seedance im nutzerorientierten Zugang über Credits oder plattformspezifische Pakete. Daraus lässt sich kein gemeinsamer Preis pro fertigem Video oder Bild berechnen. Wiederholungen, Fehlversuche, Erweiterungen, Speicher, Export und gegebenenfalls zusätzliche Plattformkosten müssen getrennt berücksichtigt werden.
Auch die Funktionsnamen beschreiben nicht dieselbe Aufgabe: Veo und Seedance zielen auf Videoerzeugung, während Nano Banana ein Bildmodell ist. Aussagen zur Ergebnisqualität, zur rechtssicheren kommerziellen Nutzung oder zur Verfügbarkeit in Deutschland dürfen nicht allein aus einer Modellseite abgeleitet werden.
Welches Modell passt zu welcher Aufgabe?
Die sinnvollste Vorauswahl beginnt nicht mit der Modellnummer, sondern mit dem gewünschten Ergebnis. Die drei Kandidaten sind keine austauschbaren Alternativen:
- Veo 3.1: näherliegend, wenn ein Video aus Text- oder Bildreferenzen entstehen und synchronisiertes Audio direkt Teil der Ausgabe sein soll. Für API- oder Cloud-Prozesse müssen Zähleinheit, Auflösung, Audiooption und Region gemeinsam kalkuliert werden.
- Seedance 2.5: interessant für kurze erzählerische Videos mit Referenzmaterial, Erweiterungen und gezielter Bearbeitung. Die offizielle Modellseite nennt bis zu 30 Sekunden pro Generierung und zwei Erweiterungen. Zugänge über Playground oder Plattformen sowie API-Verfügbarkeit, Region und Nutzungsbedingungen bleiben getrennt zu prüfen.
- Nano Banana 2.1: passend für Bilder, dialogbasierte Bearbeitung, Text- und Infografikaufgaben. Google dokumentiert 1K-, 2K- und 4K-Ausgabe, bis zu 14 Referenzbilder sowie Text-, Bild-, Video- und PDF-Eingaben. Es ist kein Videogenerator und sollte deshalb nicht als direkter Ersatz für Veo oder Seedance eingeordnet werden.
Was vor einer Auswahl praktisch geprüft werden sollte
Für eine belastbare Entscheidung reicht der Modellname nicht. Prüfe mit einem eigenen, unkritischen Beispielmaterial dieselbe Zielaufgabe, dieselbe gewünschte Ausgabe und dieselbe Wiederholungszahl. Dokumentiere dabei Zugang, Tarif, Verbrauchseinheit, Export, Wasserzeichen, Speicher- und Löschoptionen sowie die Rechte an Eingaben und Ausgaben. Das wäre ein eigener Praxistest und ist nicht Bestandteil dieses Beitrags.
Für Unternehmen kommen zusätzlich Datenverarbeitung und Freigaben hinzu: Dürfen interne Bilder, Stimmen oder Dokumente hochgeladen werden? Werden Eingaben zur Produktverbesserung verwendet? Gibt es getrennte Team-, API- und Endkundentarife? Ohne diese Antworten ist eine Funktionsliste keine belastbare Beschaffungsentscheidung.
Was für Atlas noch offen bleibt
- Welcher Zugang in Deutschland ohne gesonderte Freischaltung tatsächlich nutzbar ist.
- Welche Tarife, Credits und Limits im gewählten Konto gelten und wie sich Aktionen von regulären Preisen unterscheiden.
- Welche Exportauflösung, Wasserzeichen, Aufbewahrungsfrist und kommerziellen Nutzungsrechte für das konkrete Produkt gelten.
- Ob Eingaben und Ausgaben je Oberfläche, API-Tarif und Region unterschiedlich gespeichert oder zur Produktverbesserung verwendet werden.
Redaktionelle Einordnung
Die Modelle sind deshalb interessante Beobachtungskandidaten für Atlas, aber noch kein gemeinsamer Vergleich mit einem Testsieger. Die Angaben oben stammen aus offiziellen Produkt-, Modell- und Preisseiten und beschreiben dokumentierte Funktionen. Atlas hat für diesen Beitrag keinen eigenen Generierungstest durchgeführt; eine Ergebnisqualität wird daher nicht behauptet.
Quellen
- Google Cloud: Model Garden Pricing – Veo
- Google DeepMind: Veo
- ByteDance Seed: Seedance 2.5
- ByteDance Seed: aktuelle Modellübersicht
- Google AI for Developers: Nano Banana 2.1
- Google AI for Developers: Gemini API Pricing
Quellen zuletzt geprüft am 04.11.2026. Modellzugänge, Preise, Limits und Nutzungsbedingungen können sich ändern.